Wie plant man den Kauf einer Bestandsimmobilie?

Wie plant man den Kauf einer Bestandsimmobilie?

Inhaltsangabe

Der Kauf einer Bestandsimmobilie in Deutschland verlangt eine strukturierte Planung. Sie schützt Käuferinnen und Käufer vor finanziellen Risiken, rechtlichen Fallstricken und unerwarteten Sanierungskosten.

Dieser Artikel bietet einen praxisorientierten Leitfaden. Er begleitet von der ersten Marktanalyse über Finanzierung und Gutachten bis zur Übergabe.

Die Zielgruppe sind Privatpersonen, Familien und Kapitalanleger, die eine gebrauchte Wohnung, ein Einfamilienhaus oder ein Mehrfamilienhaus erwerben möchten.

Aktuelle Marktentwicklungen wie das Zinsniveau, knappe Angebote in Ballungsräumen und regionale Unterschiede werden kurz berücksichtigt. Das hilft bei realistischen Entscheidungen.

Der Leitfaden folgt einer Schritt-für-Schritt-Struktur und verweist auf Expertinnen und Experten wie Makler, Gutachter, Notar, Energieberater und Anwalt. Zudem gibt er Hinweise zu Förderstellen wie der KfW und Landesbanken.

Wie plant man den Kauf einer Bestandsimmobilie?

Der Kauf einer Bestandsimmobilie verlangt klare Ziele und praktisches Wissen. Käufer sollten zuerst klären, ob sie das Objekt selbst nutzen oder als Kapitalanlage halten wollen. Diese Entscheidung prägt Budget, Finanzierungsdauer und Risikoakzeptanz.

Definition und Abgrenzung von Bestandsimmobilien

Bestandsimmobilien sind bereits errichtete Wohn- oder Gewerbeobjekte. Dazu zählen sanierte Altbauten, denkmalgeschützte Häuser und normierte Bestandswohnungen. Sie unterscheiden sich deutlich von Neubauprojekten und schlüsselfertigen Angeboten.

Bei Bestandsobjekten liegen Bauabnahmen bereits vor. Käufer prüfen vorhandene Dokumente wie Grundbuchauszug, Flurkarte, Bauakten und Energieausweis. Bei Eigentumswohnungen gehören Protokolle der Eigentümerversammlungen zur Prüfliste.

Vor- und Nachteile gegenüber Neubau

Ein Vorteil ist die schnelle Verfügbarkeit. Bestandsimmobilien stehen oft in etablierten, zentralen Lagen. Charakter und Architektur können individuell attraktiv sein. Marktwerte lassen sich leichter vergleichen, was Verhandlungen vereinfacht.

Ein Nachteil ist das Risiko unvorhergesehener Instandhaltungskosten. Sanierungsstau und schlechter energetischer Standard kommen häufig vor. Bei denkmalgeschützten Objekten sind Grundrissänderungen eingeschränkt.

Finanziell muss an Rücklagen für Eigentümergemeinschaften gedacht werden. Modernisierungen schlagen zusätzlich zu Buche. Förderprogramme wie die KfW-Förderungen sind eine Option, um Sanierungskosten zu mindern.

Typische Kaufmotive und Zielsetzungen

Eigennutzer suchen meist nach Lage, Nähe zu Schulen und Betreuung sowie Wohnqualität. Familien legen Wert auf Raumangebot und Gartenflächen, Paare achten auf Verkehrsanbindung und Freizeitmöglichkeiten.

Bei Kapitalanlegern stehen Renditeerwartungen und Mietrendite im Vordergrund. Leerstandsrisiko, steuerliche Aspekte wie AfA und langfristiges Wertsteigerungspotenzial bestimmen die Kalkulation.

Spezielle Motive sind Denkmalabschreibungen, Sanierungsobjekte für Wertsteigerung oder Erbschaftslösungen. Kurzfristiges Wohnbedürfnis führt zu anderer Finanzierung als langfristige Investitionsziele.

Finanzierung und Budgetplanung für Bestandsimmobilien

Beim Kauf einer Bestandsimmobilie entscheidet die Finanzplanung oft über Erfolg oder Risiko. Ein klarer Finanzfahrplan schafft Sicherheit bei Verhandlungen und im laufenden Betrieb. Der nächste Abschnitt beleuchtet Kapitalquellen, Kostenrechner und die Vorbereitung auf Bankgespräche.

Eigenkapital, Fremdfinanzierung und Fördermöglichkeiten

Als Faustregel empfiehlt die Praxis ein Mindesteigenkapital von zehn bis zwanzig Prozent des Kaufpreises plus Kaufnebenkosten. Eine höhere Eigenkapitalquote senkt die monatliche Belastung und verbessert Kreditkonditionen bei Sparkassen, Volksbanken, Commerzbank oder Direktbanken.

Gängige Darlehensformen sind Annuitätendarlehen und Volltilgerdarlehen. Bei der Auswahl sind Zinsbindung, Sollzins und Effektivzins entscheidend. Käufer sollten mehrere Angebote vergleichen, etwa über Interhyp, Dr. Klein oder Hausbanken.

Förderprogramme können die Finanzierung entlasten. KfW-Kredite für Sanierung und Energieeffizienz sowie BAFA-Zuschüsse für Heizungssanierungen sind relevant. Regionale Förderungen der Länder und Kommunen verlangen oft Nachweise zu Maßnahmen und Einkommensgrenzen.

Belastungsrechner und realistische Nebenkosten einkalkulieren

Vor der Kreditaufnahme lohnt ein Belastungsrechner, um die Tragfähigkeit unter verschiedenen Zinsszenarien zu prüfen. Einfache Haushaltsrechner zeigen, welche monatliche Rate verbleibt, wenn Zinsen steigen.

  • Einmalige Nebenkosten: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 % je nach Bundesland), Notar- und Grundbuchkosten (etwa 1,5–2 %), Maklerprovision (in manchen Regionen bis zu 7,14 %).
  • Sanierung: Renovierungs- und Modernisierungskosten plus ein Puffer von zehn bis zwanzig Prozent für Unvorhergesehenes.
  • Laufende Kosten: Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Heiz- und Betriebskosten, Instandhaltungsrücklage bei Eigentumswohnungen, Hausverwaltung und mögliche Mietausfälle.

Ein realistischer Puffer vermeidet Zahlungsengpässe, wenn Modernisierungen teurer werden oder Zinsen steigen.

Bankgespräche vorbereiten und Unterlagen zusammenstellen

Gute Vorbereitung beschleunigt die Kreditentscheidung. Wichtige Unterlagen sind Gehaltsnachweise, Steuerbescheide, Schufa-Auskunft, Nachweise über Vermögen und das Eigenkapital sowie Exposé, Energieausweis und Grundbuchauszug.

Im Gespräch ist es ratsam, den Finanzierungsbedarf klar darzustellen und alternative Szenarien vorzulegen, etwa unterschiedliche Tilgungssätze oder Sondertilgungsoptionen. Restschuldversicherungen sollten nur nach individueller Prüfung akzeptiert werden.

  • Weitere Beratungsquellen: unabhängige Finanzberater und Verbraucherzentralen.
  • Vergleichsportale helfen, mehrere Angebote einzuholen und Konditionen transparent zu machen.

Prüfung von Lage, Zustand und rechtlichen Rahmenbedingungen

Vor dem Kauf prüft der Interessent Lage, Bauzustand und rechtliche Rahmenbedingungen sorgfältig. Diese drei Prüfpfade geben Sicherheit bei der Bewertung und helfen, Überraschungen zu vermeiden. Eine strukturierte Vorgehensweise reduziert Risiken und erleichtert die Entscheidungsfindung.

Standortanalyse: Infrastruktur, Verkehrsanbindung, Entwicklungspotenzial

Die Mikro- und Makrolage entscheidet oft über Werterhalt und Mietpotenzial. Käufer prüfen Schulen, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten und medizinische Versorgung in der Nähe.

ÖPNV-Anbindung, Autobahnzugang und regionale Verkehrsknotenpunkte beeinflussen Alltag und Nachfrage. Umgebungsfaktoren wie Lärm, Luftqualität und Grünflächen prägen die Wohnqualität.

Bei Entwicklungspotenzial geht es um Bebauungspläne, geplante Infrastrukturprojekte und demografische Trends. Informationen holen Interessenten beim zuständigen Bauamt und in Regionalplanungen ein.

Bauzustand begutachten: Gutachten, Energieausweis und Sanierungsbedarf

Ein Bausachverständiger prüft Tragwerk, Dach, Fenster, Fassade sowie Sanitär- und Elektroinstallationen. Feuchtigkeit und Schimmel erfordern besondere Aufmerksamkeit.

Der Energieausweis zeigt Einsparpotenzial. Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis liefern unterschiedliche Hinweise zu Modernisierungsbedarf und möglicher Förderung.

Kostenschätzungen gliedern Maßnahmen nach Dringlichkeit: sofort, mittelfristig und langfristig. Angebote verschiedener Handwerksbetriebe helfen bei der Priorisierung.

Rechtliche Aspekte: Grundbuch, Baulasten, Mietverhältnisse und Altlasten

Das Grundbuch offenbart Eigentumsverhältnisse sowie eingetragene Lasten und Beschränkungen, etwa Wegerechte oder Wohnrechte. Käufer prüfen Abteilungen II und III aufmerksam.

Auskünfte aus dem Baulastenverzeichnis und vom Bauamt klären Baubeschränkungen, Denkmalschutzauflagen und mögliche Erschließungskosten.

Bei vermieteten Objekten analysieren Käufer Mietverträge, Kündigungsschutz und den örtlichen Mietspiegel. Altlasten-Recherche im Altlastenkataster und Bodenuntersuchungen schützt vor späteren Haftungsfragen.

Verhandlungsstrategie, Kaufprozess und Übergabe

Vor der Verhandlung analysiert er den Markt: Vergleichswerte, Bodenrichtwerte vom Bodenrichtwertportal der Gutachterausschüsse, aktuelle Maklerangebote und freie Wertermittlungen geben die Basis. Daraus legt er eine maximale Kaufpreisgrenze fest und bildet Argumentationslinien. Mängel, erwartete Sanierungskosten und Gutachtenergebnisse dienen als Hebel in Preisgesprächen.

Er definiert klare Entscheidungsrahmen: Zielpreis, akzeptable Zugeständnisse wie die Übernahme von Einbauten und ein zeitlicher Abschlussrahmen. Bei Interesse prüft er Reservierungsvereinbarungen sorgfältig und wägt mögliche Gebühren und Risiken gegen eine unverbindliche Interessentenmeldung ab.

Vor dem Notartermin sorgt er für Finanzierungssicherheit und fordert im Zweifel eine Finanzierungsbestätigung der Bank an. Beim Notartermin achtet er auf Kaufpreis, Zahlungsmodalitäten, Übergabetermin, Auflassung und notwendige Löschungsbewilligungen. Gewährleistungs- oder Sicherungsabreden hält er schriftlich fest.

Bei Übergabe erstellt er ein detailliertes Übergabeprotokoll mit Zählerständen, Zustand der Räume, übergebenem Inventar und Schlüsselanzahl. Anschließend veranlasst er Grundbucheintrag, meldet gegebenenfalls die Grundsteuer um und informiert Hausverwaltung sowie Versicherungen. Nach dem Kauf plant er Sanierungen, koordiniert Handwerker und erledigt Förderabrechnungen mit KfW oder BAFA, respektive die Mietübergabe und Abrechnungen bei Vermietung.

FAQ

Was versteht man unter einer Bestandsimmobilie und wie unterscheidet sie sich vom Neubau?

Eine Bestandsimmobilie ist ein bereits errichtetes Wohn- oder Gewerbeobjekt, zum Beispiel eine gebrauchte Eigentumswohnung, ein Mehrfamilienhaus oder ein saniertes Altbauhaus. Im Gegensatz zum Neubau fehlen gewerbliche Fertigstellungsfristen und längere Gewährleistungszeiträume. Bestandsobjekte bieten oft sofortige Verfügbarkeit und klare Vergleichswerte am Markt, bringen aber möglicherweise Sanierungs- und Instandhaltungskosten sowie ältere Technik mit sich. Bei denkmalgeschützten Objekten gelten zudem besondere Auflagen und mögliche Abschreibungsvorteile.

Welche Unterlagen sollten Käuferinnen und Käufer vor einer Besichtigung prüfen?

Vor einer Besichtigung empfiehlt es sich, Exposé, Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis, letzte Protokolle der Eigentümerversammlung (bei Wohnungen), Baupläne und vorhandene Rechnungen zu Modernisierungen anzufordern. Diese Dokumente geben Hinweise auf Eigentumsverhältnisse, Lasten, energetischen Zustand und anstehende Gemeinschaftskosten. Sie bilden die Grundlage für eine fundierte Ersteinschätzung und spätere Gutachteraufträge.

Wie viel Eigenkapital ist sinnvoll und welche Nebenkosten sind zu erwarten?

Üblich sind mindestens 10–20 % Eigenkapital des Kaufpreises plus die Kaufnebenkosten. Nebenkosten umfassen Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 % je nach Bundesland), Notar- und Grundbuchgebühren (ca. 1,5–2 %) sowie Maklerprovisionen (regional bis zu 7,14 %). Hinzu kommen Renovierungs-, Umzugs- und Einrichtungskosten sowie bei Eigentumswohnungen die Instandhaltungsrücklage. Ein Puffer von 10–20 % der geschätzten Sanierungskosten wird empfohlen.

Welche Finanzierungsformen sind für Bestandsimmobilien relevant?

Häufig genutzt werden Annuitätendarlehen, Volltilgerdarlehen und KfW-geförderte Kredite bei Sanierungsmaßnahmen. Wichtige Parameter sind Zinsbindung, Sollzins, Effektivzins und mögliche Sondertilgungen. Käuferinnen und Käufer sollten Angebote von Hausbanken, Sparkassen, Volksbanken sowie Vermittlern wie Interhyp oder Dr. Klein vergleichen und mehrere Szenarien (unterschiedliche Tilgungsraten, Zinslaufzeiten) durchrechnen.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Modernisierung und energetische Sanierung?

Förderprogramme kommen u. a. von der KfW (Effizienzhaus, Einzelmaßnahmen), dem BAFA (Heizungstausch) sowie regionalen Landesbanken und Kommunen. Fördervoraussetzungen können energetische Mindestanforderungen, Nachweise durch Energieberater und vorherige Förderanträge umfassen. Die Förderbedingungen und Kombinationsmöglichkeiten sollten vor Vertragsabschluss geprüft werden.

Wann ist ein Gutachten sinnvoll und wie wählt man einen Gutachter aus?

Ein unabhängiges Gutachten ist empfehlenswert bei Unsicherheiten zum Bauschadenrisiko, bei größeren Investitionssummen oder als Verhandlungsbasis. Geeignete Gutachter sind öffentlich bestellte Sachverständige, TÜV-Ingenieure oder Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Gutachter und Sachverständige. Der Gutachter sollte Referenzen vorweisen und ein konkretes Prüf­spektrum (Tragwerk, Feuchte, Elektro, Heizung) schriftlich bestätigen.

Wie prüft man rechtliche Risiken wie Grundbucheinträge, Baulasten oder Altlasten?

Eine Grundbuchauskunft zeigt Eigentumsverhältnisse und Belastungen (Dienstbarkeiten, Grundschulden). Bei Baulasten und Bebauungsvorschriften ist das Bauamt zuständig. Für Altlasten sollte das Altlastenkataster der Kommune konsultiert und ggf. eine Bodenuntersuchung veranlasst werden. Bei Unklarheiten empfiehlt sich juristische Beratung durch einen Fachanwalt für Immobilienrecht.

Welche Rolle spielen Mietverhältnisse bei vermieteten Bestandsimmobilien?

Bei vermieteten Objekten sind bestehende Mietverträge, Mietspiegel, Staffeln, Betriebskostenabrechnungen und Kündigungsschutz entscheidend. Käuferinnen und Käufer übernehmen in der Regel bestehende Vertragsverhältnisse. Eine genaue Prüfung der Mietrendite, Leerstandsrisiken und der steuerlichen Abschreibung (AfA) ist notwendig, ebenso die Prüfung auf mögliche Modernisierungs- und Umstellungskosten.

Wie lässt sich der realistische Sanierungs- und Modernisierungsaufwand einschätzen?

Nach einer ersten Sichtung sollte ein detaillierter Kostenvoranschlag durch Fachbetriebe erfolgen, getrennt nach kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen. Ein Energieberater liefert Hinweise zu energetischem Modernisierungsbedarf. Angebote mehrerer Handwerksbetriebe und ein Sicherheitszuschlag (10–20 %) für Unvorhergesehenes helfen, Budgetrisiken zu minimieren.

Welche Verhandlungsstrategien sind beim Kauf einer Bestandsimmobilie wirkungsvoll?

Auf einer klaren Marktpreisermittlung basierende Verhandlungspositionen sind erfolgversprechend. Argumente können erkennbare Mängel, notwendige Sanierungskosten, Bodenrichtwerte und Gutachterbefunde sein. Alternativen wie Übernahme von Einbauten, gestaffelte Übergabetermine oder Teilabgeltungen können zum Ziel führen. Vorab sollte eine maximale Preisgrenze festgelegt werden.

Wie läuft der Kaufprozess ab und welche Rolle spielt der Notar?

Nach Einigung folgt häufig eine Reservierungsvereinbarung, dann die Notarbeurkundung. Der Notar liest den Vertrag vor, erläutert rechtliche Folgen und sorgt für die Eintragung im Grundbuch. Wichtige Punkte im Vertrag sind Kaufpreiszahlung, Übergabetermin, Auflassungsvollmacht und Löschungsbewilligungen. Vor dem Notartermin sollte die Finanzierungsbestätigung vorliegen.

Was gehört in ein Übergabeprotokoll bei Schlüsselübergabe?

Das Übergabeprotokoll dokumentiert Zählerstände (Strom, Gas, Wasser), den Zustand der Räume, übergebenes Inventar, Anzahl der Schlüssel und vorhandene Mängel. Fotos sind hilfreich. Beide Parteien unterschreiben das Protokoll, es dient als Nachweis für spätere Haftungsfragen und als Grundlage für Gewährleistungs- oder Reparaturansprüche.

Welche Schritte sind nach dem Kauf wichtig (Ummeldungen, Versicherungen, Förderabrechnung)?

Nach dem Kauf sollten Grundbucheintrag und ggf. Grundsteueranmeldung erfolgen. Versicherungen (Gebäudeversicherung) sind zu prüfen oder neu abzuschließen. Bei Fördermitteln sind Fristen und Nachweise (z. B. KfW, BAFA) zu beachten. Anschließend erfolgt die Koordination von Handwerkern für Modernisierungen und gegebenenfalls die Neuvermietung oder Eigennutzung.

Wie plant man als Kapitalanleger die Rendite und welche Risiken sind zu beachten?

Die Rendite wird aus Mieterlösen abzüglich laufender Kosten, Instandhaltungsrücklagen und Finanzierungskosten berechnet. Wichtige Risiken sind Mietausfall, unerwartete Sanierungen, regulatorische Änderungen und Marktschwankungen in Ballungsräumen vs. ländlichen Regionen. Steuerliche Aspekte wie Abschreibungen (AfA) und Abschreibungsoptionen bei Denkmalobjekten beeinflussen die Renditerechnung.

Wo findet man Unterstützung und unabhängige Beratung beim Immobilienkauf?

Unterstützung bieten unabhängige Finanzberater, Verbraucherzentralen, Immobiliengutachter, Notare und spezialisierte Anwälte. Vergleichsportale wie Check24, Interhyp oder Dr. Klein helfen bei Finanzierungsangeboten. Für Energiefragen sind zugelassene Energieberater und KfW-Berater verlässliche Ansprechpartner.
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